Entstehungsgeschichte & Entwicklungsteam von DenkRadar
DenkRadar ist ein Portfolio, das in erster Linie Teams und größere Gruppen dabei unterstützt, Themen entlang der Nachhaltigkeits-Dimensionen zu analysieren, zu strukturieren und gezielt zu bearbeiten. KI-gestützt, mit eigenem Recherche-Chatbot. Entwickelt wurde DenkRadar von Susanne Braun-Speck, Vorsitzende des sii-talents e.V. (Foto), die WebAPP mit Hilfe von Frederic Kanter von EDIH.SH/Unitransferklinik Lübeck.
Startanlass / Auslöser
Der Ausgangspunkt war ein Problem, das im politischen Umfeld ständig sichtbar wird: zu wenig ganzheitliches Denken, Fraktionszwang und zu wenig faktenbasierte Diskussionen. Dazu kam eine zweite Baustelle aus der Praxis: mangelnde Recherche-Kompetenz und Quellenkritik (insbesondere bei Schüler:innen), die sie aus der Arbeit mit Vereinsprojekten direkt kennt. Doch auch in der Wirtschaft ist das Problem mit „lauten Stimmen“, die sich durchsetzen, und wichtigen Aspekten, die gar nicht erst genannt werden, im Rahmen von Stakeholder-Management bekannt.
DenkRadar entstand also nicht aus Tool-Spielerei, sondern aus einem echten Bedarf:
- Demokratie gerät unter Druck, wenn Themen nur einseitig gedacht werden.
- Entscheidungen sind nicht zuende gedacht und ziehen Folgen nach sich.
- Vereinsbegleitete MediaTeams (Schülerzeitungen/Redaktionsteams) brauchen Recherche-Unterstützung, die nicht überfordert, aber besser macht.
- Im Bildungssystem gibt es zu wenig KI-Verständnis und zu wenig KI-Kritik (bei Lehrkräften und Schüler:innen), plus hohe Datenschutzanforderungen.
- Politische Debatten brauchen unabhängige Betrachtungsmöglichkeiten.
Und: Fehl- und Desinformation zählen laut Global Risks Report des World Economic Forum seit Jahren zu den größten Risiken der Welt.
Ziele der ersten DenkRadar-Phase
Von Beginn an ging es um Wirkung, nicht um Features:
- Ganzheitliches Denken & multiperspektivische Urteilsbildung fördern
- Demokratiebildung und politisches Lernen stärken
- Stakeholder- und Bürgerbeteiligung ermöglichen
- BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) unterstützen
- Recherche-, Strukturierungs- und Argumentationskompetenz vermitteln
- Medienmündigkeit und demokratiefördernde Kommunikation stärken
- KI für Bildungs- und Beteiligungszwecke nutzen: datenschutzkonform
Entwicklungsschritte (2023–2025)
2023 entwickelte Susanne Braun-Speck zunächst den DenkRadar-Vorgänger konzeptionell: den „Debattencoach“. Ziel: Recherchen für MediaTeams und politische Debatten besser machen. Passende Fördermittel gab es damals nicht.
2024 entstand ein Recherche-Chatbot als Custom-GPT auf ChatGPT.com. Getrieben von den Möglichkeiten baute Susanne Braun-Speck (als Nicht-Programmiererin) Weihnachten 2024/25 einen ersten WebApp-Prototypen mit Python und Streamlit. Die Idee dazu kam auch durch Impulse aus dem Umfeld des Hanseatic Hackathon am Campus Lübeck. Der Ansatz war richtig, aber die App funktionierte noch nicht stabil.
2025 wurde das Projekt über das Förderprogramm EDIH.SH (European Digital Innovation Hub Schleswig-Holstein) zur heutigen WebApp weiterentwickelt. Frederic Kanter (Unitransferklinik Lübeck, EDIH.SH) setzte eine funktionierende Anwendung um (ebenfalls Python/Streamlit, mit API-Anbindung an ein Sprachmodell).
Wichtig: Der Recherche-Chatbot läuft als WebApp ohne Registrierung und ist damit datenschutzkonform nutzbar, auch für Schulen und öffentlichen Dienst. Er ist nicht frei zugänglich, sondern wird nur in begleiteten Debatten und Workshops eingesetzt, damit er nicht zur Textabkürzung verkommt, sondern Denkprozesse verbessert.
Kurzprofil des Trägers
Der sii-talents e.V. aus Reinfeld (Holstein) findet, fördert und fordert Talente durch digitale Bildung und BNE. Der Verein entwickelt seit Jahren Bildungsformate, begleitet Teams in Praxisprojekten und veröffentlicht Fachbücher rund um digitale Kompetenzen und nachhaltige Entwicklung.
Mehrere Vereinsprojekte und betreute Schulgruppen wurden ausgezeichnet, u. a. mit:
- „Projekt N“ vom Rat für nachhaltige Entwicklung (2020 und 2021)
- UNESCO BNE-Auszeichnung (2024)
Die Online-Schülerzeitung erKant.de gilt als besonders sichtbares Leuchtturmprojekt und wurde für viele in Schleswig-Holstein zu einem „Projekt zum Nachmachen“.
Handlungsaufruf / Kontakt
Wer DenkRadar fördern, einsetzen oder pilotieren möchte (Kommune, Schule, Verein, Betrieb, Stiftung), kann Kontakt aufnehmen: kontakt@denkradar.de











Trackbacks & Pingbacks
[…] technisch komplett in 2025 als datenschutzkonformer KI-Chatbot entwickelt (siehe mehr zur Entstehungsgeschichte), wurde das DenkRadar-Konzept bei verschiedenen Institutionen in Schleswig-Holstein und darüber […]
Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!